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WAHLSCHLACHT

Ein TV-Sender im Ausnahmezustand

                                                                                                                   Bild: Daniel Vaia

Kurz vor der großen Wahlsendung für die nationalen Parlamentswahlen werden auf dem Areal des Deutschschweizer Fernsehens (DSF) zwei Leichen gefunden. Als einige Tage später die TV-Journalisten Mario Ettlin und Nico Vontobel entführt werden und ein Polizist verschwindet, verdichten sich die Anzeichen, dass hier kein Einzeltäter am Werk ist, sondern eine mysteriöse Täterschaft aus rechtsnationalen Kreisen dahintersteckt. Erst recht prekär wird die Situation, als dem Einsatzleiter der Zürcher Kripo aufgrund der Indizien dämmert, dass im Fernsehstudio eine Bombe tickt.


Leseprobe:
Tauchen Sie ein in die "Wahlschlacht": hier!



Weitere Infos: Gmeiner-Verlag.

Beim Autor nachgefragt (Auszug aus dem Krimijournal/Gmeiner-Verlag)

Wir treffen Markus Matzner in der Cafeteria des Schweizer Fernsehens. Es ist morgens um zehn und es herrscht vor der Kaffeetheke ein Gedränge wie beim Checkin auf einem grossen Flughafen. Wir haben in einer Lounge Platz genommen, von wo man einen perfekten Überblick geniesst.

Hier in diesen „heiligen“ Hallen der eidgenössischen Medienlandschaft wollen Sie eine Bombe in die Luft gehen lassen. Nicht ein wenig krass?
Gut, es hätte ja eines der Studios betroffen, nicht die Kantine. Ausserdem tut die Zürcher Kriminalpolizei alles, um dies zu verhindern.

Ihre Geschichte spielt im Jahr 2015, also in einer nicht allzu fernen Zukunft. Was mussten Sie hierfür beachten?
Richtig, die Geschichte dreht sich um die Parlamentswahlen, die im Herbst 2015 stattfinden. Eine nationalistische Splittergruppe plant einen Putsch. Und da muss man sich einerseits überlegen, was sich bis dahin entwickelt und verändert. Auf der anderen Seite spielen einige Innovationen eine gewisse Rolle.

Zum Beispiel?
Eine der Hauptpersonen fährt einen Smart mit neuartigen Solarpanels, und dieses Auto bekommt eine gewisse Schlüsselfunktion in der Geschichte. Aber das ist natürlich Zukunftsmusik, und wenn man der Fantasie freien Lauf lässt, kann es natürlich sein, dass man sich vergaloppiert.

Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Fernsehjournalisten. Sie führen einen ziemlich aussichtslosen Kampf gegen eine nationalistisch gesinnte Partei!
Gut, der Auslöser der journalistischen Recherche ist mindestens für den pensionierten TV-Produzenten Nico Vontobel eine Verkettung von dummen Zufällen. Er wird eines Nachts von vier Skins verprügelt, weil er zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Das kann und will er nicht auf sich sitzen lassen (zum Glück!). Dass er dadurch auf die Fährte einer viel grösseren Geschichte stösst, kann mir als Autor nur recht sein.

Aber er und sein Kollege agieren sehr leichtsinnig! Müssen Journalisten als verkappte Rambos agieren, um an ihre Geschichten zu kommen?
Ich denke, da würden Nico und sein Kollege Mario Ettlin aufs Schärfste protestieren. Ihr Vorgehen ist beileibe nicht rambohaft, aber sie müssen im Zuge ihrer Recherche etwas wagen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Mit der Gefahr vor Augen, sich die Finger gehörig zu verbrennen.

Eine wichtige Rolle im ganzen Geschehen übernimmt auch Nicos neue Freundin Hanni Pulver. Sie ist zufälligerweise immer dort, wo’s brenzlig wird…
Ja, der Zufall ist schon immer das Salz in der Lebenssuppe. Und ich liebe ihn, weil ich nicht an ihn glaube.

Woran glauben Sie dann?
An Energien. An Anziehungs- und Abstossungskräfte. Diese zeigen sich auch bei der aufkeimenden Liebesgeschichte zwischen Nico und Hanni. Gerade in diesem Auf und Ab, in diesem Spiel zwischen Sehnsucht und Überdruss, schlummert das Geheimnis einer spannenden Beziehung.